Get the f*** out of my head

Collage: Jeanette Wildschütze

Manchmal füllt es sich wie eine große Trägheit im Kopf an. Etwas Schweres, dass langsam seine Bahnen zieht, zwischendurch sogar verschwunden scheint, um dann, bei der kleinsten Bewegung, wieder hervorgekrochen zu kommen. Andere Male ist da ein Vulkan, der in tobt und heiß sprudelt. Aber jedes Mal gibt es keinen Platz für Gedanken, nur Schmerz und das Wissen, dass ich nichts tun kann außer zu warten. Dabei habe ich Kopfschmerzen so lange ich denken kann. Als mir der Kopf als Kind wehtat, sagte meine Oma, dass das doch nicht sein könne. „Ein Kind hat doch keine Kopfschmerzen!“, stellte sie fest. Doch, leider. Nur dass man als Kind eben nicht um die Ecke kommt, die Hand auf die Stirn legt und sagt: „Du, Mama, ich lege mich hin. Ich habe Migräne.“ Das kommt dann später und bei mir war der Punkt mit 13 erreicht, als ein Arzt feststellte, jo, is‘ Migräne. Da kannste jetzt dies und das nehmen, damit die Migräne gar nicht erst kommt (über „dies und das nehmen“ erzähle ich noch mal an späterer Stelle) und Schmerztabletten habe ich auch für dich, hier nimm mal Triptane.

Ist halt alles aber irgendwie nicht so schön, weil halt nur die Symptome behandelt werden, aber bei der Ursache nichts gemacht wird. Dass Migräne nicht heilbar ist, weiß ich ja. Aber ich habe keine Lust, mich kampflos zu ergeben und so habe ich einige Trigger aufgespürt, die meine Migräne verstärken oder sogar hervorrufen können. Und das ist gut: Denn wenn meine Kopfschmerzen berechenbarer werden, werde ich es auch.

Sommer 2015 – die Nicht-Zeit meines Lebens

Meinen totalen Overkill hatte ich im zweiten Halbjahr 2015. In dieser Zeit arbeitete ich in einer kleinen Stadt im Münsterland – morgens hin, abends zurück. Gegessen habe ich, was der Supermarkt so hergab oder habe hin und wieder mit den Kollegen etwas bestellt. Das war zu einer Zeit, in der ich mir überhaupt keine Gedanken um meine Ernährung gemacht habe. In diesen sechs Monaten bin ich morgens ohne Kopfschmerzen zur Arbeit gefahren und konnte die Uhr danach stellen, dass ich spätestens ab 16 Uhr mit Übelkeit und Kopfweh am Schreibtisch sitzen würde. Also Feierabend abgewartet, halbblind nach Hause gekommen, mit Kopfschmerzen schlafen gelegt und gewusst, dass das Spiel am nächsten Tag von vorne losgehen würde. Was ich aus dieser Zeit mitgenommen habe und wie mir kleine Veränderungen in meiner Ernährung schon große Erfolge beschert haben, erfahrt ihr im nächsten Beitrag.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.