Fünf Tipps, die bei Migräne helfen können

Bei Kopfschmerzen hilft mir Kaffee. Foto: ThebigGorilla

Sie kommt schleichend und kündigt sich manchmal bereits Stunden vorher an: Wer Migräne mit Aura hat, kennt das merkwürdige Gefühl, mit dem sich der Kopfschmerz ankündigt. Ob Blitze vor den Augen, das Gefühl, alles durch eine Wolke hindurch zu sehen oder die aufkommende Übelkeit – die Migräne hat verschiedene Wege ihr Opfer außer Gefecht zu setzen. Nachstehend meine fünf Hausmittel, die mir häufig (leider nicht immer) aus meinen Migräne-Sümpfen helfen.

Bevor es weitergeht: Leute, das ist kein medizinischer Blog. Ich bin keine Medizinerin, ich schreibe hier nur meine persönlichen Erfahrungen auf und teile mit euch, was mir bei Migräne hilft. Wenn ihr häufig Schmerzen habt, geht bitte zum Arzt.

1. Du bist heiß – eiskalt

Ich hatte zwar schon als Kind Kopfschmerzen, von einer Migräne kann ich aber erst seit meinem 13./14. Lebensjahr sprechen. Im Laufe der Zeit haben sich die Schmerzen und auch der Verlauf meiner Attacken verändert. Während ich vor einigen Jahren noch Wärme gebraucht habe, und besondern im Winter Stirn und Schläfen warm gehalten habe, brauche ich heute Kälte. Am besten Eiseskälte. Im Gefrierfach liegen daher immer Kühlkompressen bereit und wenn es mal wieder soweit ist, schnappe ich mir eine davon, Wickel sie in ein Küchentuch und lege sie genau auf die Stelle (oder Seite), die gerade weh tut. Manchmal wandert der Kopfschmerz auch von einer zur anderen Seite – und dann wandert die Kühlkompresse gleich mit.

2. Da hilft nur Druck

Was eigentlich schon immer hilft, ist Druck gegen die Stelle, die schmerzt. Manchmal hilft es auch den Nacken und die Schläfen zu massieren. Mit streichenden Bewegungen kann man so die Muskeln entspannen und ein wenig Linderung herbeiführen. Bei heftigen Attacken lege ich mich so hin, dass ich mit meiner Hand auf die Stelle drücken kann, die am meisten weh tut.

3. Einen Kaffee bitte…

Dass Koffein positive Effekte auf Kopfschmerzen und Migräne hat, wird für die meisten von euch nichts Neues sein. Viele rezeptfreie Schmerzmittel enthalten Koffein. Neben seiner belebenden Wirkung kann der Stoff auch schmerzlindernd wirken – gelangt über das Blut ins Gehirn und erweitert dort die Blutgefäße. So gehört eine Tasse Kaffee für mich zur morgendlichen Routine – genau wie Nachrichten auf dem Smartphone checken und Zähneputzen. Wenn ich im Laufe des Tages merke, dass sich eine Attacke ankündigt – wenn „nur“ die Aura da ist, der Kopfschmerz aber noch nicht – kann manchmal auch noch Kaffee helfen. Der Effekt war früher stärker, wahrscheinlich hat sich mein Körper einfach daran gewöhnt.  Schwarz und stark, ohne Zucker – so muss der Kaffee dann sein und mit ein bisschen Glück verdrückt sich der Kopfschmerz. Ist bei mir jedenfalls so. Aus Gesprächen mit anderen Migränikern weiß ich, dass es auch anders sein kann: Sie erzählen, dass Kaffee genau das Gegenteil auslösen und den Kopfschmerzen verstärken kann. Am Ende ist das wahrscheinlich wieder so eine subjektive Sache: Was tut dir gut? Was brauchst du in dem Moment? Was denkst du, wird dir gut tun? Und dann heißt es ausprobieren und das Ergebnis, ob es sich nun positiv oder negativ auf den Schmerzverlauf ausgewirkt hat, fürs nächste Mal merken.

Zitronen können für Linderung sorgen – allerdings sollte man die Finger davon lassen, wenn einem eh schon schlecht ist. Foto: ThebigGorilla
4. … und dazu eine Zitrone

Im Laufe der Zeit habe ich auch gelernt, dass es einige Lebensmittel gibt, die mir gut tun. Immer vorausgesetzt, dass mir nicht noch nicht oder nicht mehr übel ist, sind seit jeher Zitrusfrüchte meine Rettung. Ob die Zitrone als Frucht oder ausgepresst als Saft: Was willkommen ist, hängt von der Tagesform ab. Dabei kann auch ein Orangen-Salat mit Olivenöl und Salz helfen. Klingt zunächst vielleicht befremdlich, schmeckt aber richtig, richtig gut – und ist auch ein gesunder Snack, wenn man keine Kopfschmerzen hat. Die Griechen schwören übrigens drauf und streuen auch noch frische Zwiebeln drüber. Das ist mir allerdings eine Spur zu hart. Für die ganz Harten habe ich auch noch folgende Empfehlung: Kocht einen richtig schön starken Kaffee und gibt den Saft einer halben Zitrone hinzu. Das hat mir gerade im Studium sehr häufig das Leben gerettet (so. viel. Drama.) – mittlerweile bekomme ich die Brühe ehrlicherweise aber nicht mehr runter. Ich esse dann erst ein paar Zitronenscheiben (während ich das schreibe, zieht sich in meinem Mund alles zusammen) und trinke danach den Kaffee (während ich das schreibe, wird mir ein bisschen schlecht).

5. … und wenn wir schon dabei sind: Oliven

Klingt nach einem sehr merkwürdigen Gedeck bisher, aber wie ihr merkt: Mir helfen bei Kopfschmerzen salzige und säurehaltige Lebensmittel. Oliven habe ich immer zu Hause. Ich will sie nicht bei jeder Attacke essen, aber wenn, ist es meistens eine gute Idee.

 

 

1 Kommentar

  1. Prima Tipps! Da Migräne häufig von Nackenverspannungen kommen helfen mir dann vor allem Wärmepflaster die ich ein paar Stunden auf meine Nackenmuskulatur aufbringe.

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